SVBS/ASSE/ASSA

Statement der SVBS zum Thema Sauerstoffdosen und Sauerstoff-Einwegflaschen

Statement der SVBS zum Thema Sauerstoffdosen und Sauerstoff-Einwegflaschen

(z.B. von O-PUR, Oxygen, goX, Oxyfit,...):

Wir erhalten regelmässig Anfragen zum Thema Sauerstoffabgabe und ganz besonders zum Einsatz von Sauerstoffdosen und Sauerstoff-Einwegflaschen. Um diese Fragen noch besser beantworten zu können, hatten verschiedene Vorstandsmitglieder der SVBS den Kontakt mit Vertriebsfirmen von solchen Sauerstoff-Einweggebinden gesucht, die gewünschten Fakten und Antworten aber nicht zufriedenstellend erhalten. Unsere Bedenken konnten nicht konkret widerlegt werden.

Aus unserer Sicht ist problematisch:

- Die Vertriebsfirmen schreiben, dass die Sauerstoffdosen und -Einwegflaschen vor allem bei Müdigkeit, Erschöpfung und ihren Ursachen sowie im Sport zur besseren Vitalität angewendet werden. Als medizinische Anwendung sind bei einigen Anbietern einzig Kopfschmerzen, Tinnitus und Wundheilung vor allem im Dentalbereich genannt. Auf unsere Anfrage, wie es bei einem Herzinfarkt, Schlaganfall und in der Reanimation aussehe, konnten die Vertriebsfirmen keine Aussage treffen. Allerdings empfehlen einzelne Anbieter auf ihrer Homepage die Sauerstoffdosen und -Einwegflaschen im Erste-Hilfe-Bereich, jedoch solle die Verabreichung immer in Absprache oder Begleitung eines Arztes erfolgen. Uns von der SVBS ist nicht ganz klar, in welchem Bereich der Ersten Hilfe nun tatsächlich eine Empfehlung vorliegt – bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Reanimation wohl eher nicht. Nach aktuellen Empfehlungen des ERC wird bei Patienten mit vermutetem Herzinfarkt kein zusätzlicher Sauerstoff empfohlen, sofern der Patient keine Zeichen von Sauerstoffmangel oder Atemnot aufweist.

- Die Ventile der Sauerstoff-Einwegflaschen sind nicht regulierbar und deshalb fliesst eine unbekannte Menge an Sauerstoff zwischen 1-4 Litern pro Minute, welche aber nicht anpassbar oder messbar ist. Man weiss also nicht genau, wie viel Sauerstoff man tatsächlich verabreicht. Dies ist aus unserer Sicht unprofessionell oder sogar gefährlich.

- Die Verabreichung von maximal 4 Litern pro Minute ist für manche Notfälle unzureichend, für andere Notfallsituationen jedoch zu viel.

- Wird der Sauerstoff über eine Maske ohne Reservoir verabreicht, darf der Sauerstofffluss nicht weniger als 6 l/Min. betragen, da es sonst zu einem CO2-Stau in der Maske kommen kann, insbesondere wenn der Patient ein erhöhtes Atemminutenvolumen hat. Die mit den Sauerstoffdosen und -Einwegflaschen mitgelieferten Masken verfügen zwar über Löcher, welche dem Patienten die Ausatmung erleichtern. Jedoch entweicht bei ungenügender Zufuhr von Sauerstoff das CO2 der Ausatemluft ungenügend aus der Maske.

- Auf gar keinen Fall darf bei der Sauerstoffgabe über eine Maske mit Reservoir bzw. über einen Beatmungsbeutel mit Reservoir weniger als 6 l/Min. Sauerstoff verabreicht werden, da der Patient sonst CO2 rückatmet, was zu einer CO2-Narkose führen kann und den Patienten somit gefährdet.

- Auch ist uns nicht ganz klar, inwiefern die Verwendung von medizinischem Sauerstoff in der Schweiz als frei verkäufliches Arzneimittel tatsächlich bedenkenlos ist. Medizinischer Sauerstoff ist ein Medikament und darf in Notfallsituationen somit nur bei klaren Indikationen abgegeben werden.

Die SVBS kann die Produkte deshalb nicht mit gutem Gewissen empfehlen und rät von einer Anwendung und Anschaffung eher ab.

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