Dokumente / FAQ

FAQ - Fragen und Antworten

Produkte, Medikamente, Erste-Hilfe-Material

Können wir einwandfrei verpacktes, abgelaufenes Erste-Hilfe-Material weiterhin einsetzen und die Kontrolle des Ablaufdatums auf Dinge wie Schutzhandschuhe, Desinfektionsmittel sowie die Keroderm-Salbe beschränken?

Auch weil viele Auditoren sehr auf die Verfalldaten achten, empfehle wir Ihnen sehr, das Material nach Ablauf des Verfalldatums im Betrieb aus dem Sortiment zu nehmen und zu ersetzen. In der Tat ist es aber so, dass die wenigsten Artikel unbrauchbar oder gar gefährlich sind, wenn das Verfalldatum abgelaufen ist. Deshalb empfehlen wir jeweils, entweder das verfallene Material zu Übungszwecken zu verwenden oder es in eine Kiste zu legen und für die Mitarbeiter „kostenlos zum Mitnehmen“ anzuschreiben. Wer Kinder hat weiss, dass es eine Phase gibt, in welcher man viele Pflaster braucht.

Gibt es feste Fristen bei der Pflicht zur regelmässigen Kontrolle von Verbandskästen?

Unseres Wissens gibt es keine Fristen welche verlangen, wie oft eine Apotheke kontrolliert werden muss. Es kommt auch darauf an, wie oft die Apotheken im Einsatz sind. Wir empfehlen es jeweils, Apotheken versuchsweise vierteljährlich kontrollieren. Dabei wird sich herausstellen:
- Wenn kaum etwas aufgefüllt bzw. ersetzt werden muss, Wechsel auf halbjährliche Kontrolle
- Wenn die Apotheken «leergeräumt» sind, Wechsel auf monatliche Kontrolle
- Falls Sie Betriebssanitäter haben, teilen Sie idealerweise die Kontrollen unter den Betriebssanitätern auf. So ist jeder für einen Teil verantwortlich. Sind es sehr viele Apotheken und Sie können diese Arbeit den Betriebssanitätern nicht zumuten, gibt es die Variante, dass jeweils jemand pro Abteilung die Kontrolle machen kann (Schichtführer, Sekretärin, etc.). Damit die Kontrollen nicht vergessen gehen, empfehlen wir ein Reminder-Mail (dieses können Sie terminieren und regelmässig wiederholen lassen) vorzubereiten, mit welchem Sie die Verantwortlichen samt Inventar- und Bestelllisten daran erinnern, bis wann die Kontrolle inkl. Bestellung bei Ihnen eintreffen muss.
- Falls Sie ein Audit haben, müssen die Apotheken auf jeden Fall lupenrein beieinander sein, wir empfehle jeweils eine Kontrolle kurz vor dem Audit.
- Zur Kontrolle gehören: Komplettes Material gemäss Inventarliste, keine verfallenen bzw. defekten Artikel in der Apotheke, Sauberkeit (z.B. keine Blutspritzer, etc.).

Warnwesten, Gilets oder Jacken mit Aufschrift (wie bei den Samariter oder dem RD) wären besonders bei einem Grosseinsatz im eigenen Betrieb von Vorteil. Gibt es irgendwo vorgedruckte Warnbekleidung für Betriebssanitäter zu kaufen?

Das ist auch unserer Meinung nach sinnvoll und ja, es gibt solche Westen, beispielsweise bei der Firma Waseg. Auch der IVR will bald Warnwesten mit First Aid Logo anbieten.

Wie soll man Medikamente im Betrieb handhaben?

Gemäss HMG ist die Abgabe von Medikamenten durch Nicht-Ärzte verboten. Alternativ kann mit einem Arzt eine Vereinbarung getroffen werden, eventuell auch gekoppelt mit einer Schulung. Ein Beispiel für die Medikamentenliste finden Sie im Download-Bereich für Mitglieder (geschützter Bereich).

Welches Hautdesinfektionsmittel soll verwendet werden?

Falls Sie bei der SUVA versichert sind, erhalten Sie von Ihrem Versicherer kostengünstig AKLA-Wundreinigungstücher (Bestell-Nr. 7379). Sie können sich mittels ihrer Versicherungsnummer unter diesem Link einloggen. Falls Sie nicht bei der SUVA versichert sind, empfehlen wir Ihnen Merfen-Desinfektionsspray (farblos).
Grundsätzlich ist es so, dass Nichtmedizinisches Personal wie Ersthelfer und Betriebssanitäter gemäss Heilmittelgesetz keine Medikamente abgeben dürfen. Die AKLA-Wundreinigungstücher der SUVA fallen nicht unter dieses Gesetz, da sie keine Medikamentenvignette haben und daher nicht dem Heilmittelgesetz unterstehen. Für den Merfen-Desinfektionsspray gibt es z.B. im Kanton Luzern eine Ausnahmeregelung.

Stimmt es, dass mit den Wundreinigungstüchern Verschmutzungen in die Wunde hineingedrückt werden?

Bei oberflächlichen Wunden besteht diese Gefahr nicht. Die aktuellen Hygienerichtlinien empfehlen eine Wischdesinfektion, wie sie mit Wundreinigungstüchern am einfachsten gemacht werden kann. Tiefere Wunden, welche genäht werden müssen, sollen nicht desinfiziert, sondern nur steril verbunden und dem Arzt vorgestellt werden. Wegen der Gefahr einer Wundinfektion sollen tiefere Wunden auch nicht selber (z.B. mit SteriStrip®) verschlossen werden, da tiefe Wunden mit einer Knopfsonde gespült werden müssen.

Was sind eigentlich Medikamente? Gehören dazu auch Salben und Hydrogels?

Zum Teil gehören sogar Tee, welcher im Lebensmittelgeschäft frei gekauft werden kann, oder sogar einige Ricola-Täfeli dazu. Es handelt sich um ein Medikament, sobald die Verpackung mit einer Medikamentenvignette versehen ist.

Zurzeit wird in unserer Firma ein grösserer Neubau verwirklicht. Wo sollten am besten die Sanitätskästen angebracht werden und auf was muss geachtet werden?
Wir empfehlen, die Erste-Hilfe-Kästen an „prominenten“ Orten aufzuhängen, z.B. beim Lift oder Zugang zum Treppenhaus, bei der Rezeption. Ideal ist, wenn auf jedem Stockwerk ein Erste-Hilfe-Kasten zur Verfügung steht.
Haben Sie ein Sanitätszimmer geplant und ist dieses nur für die Betriebssanitäter zugänglich, wäre es gut, vor dem Sanitätszimmer einen Erste-Hilfe-Kasten sowie die Telefonnummer der Betriebssanität aufzuhängen.
Sind Sie bei der SUVA versichert? In unserem Download-Bereich finden Sie Vorlagen, wie wir die Erste-Hilfe-Kästen im Betrieb empfehlen:
- SUVA-Apotheke gross für Betriebe <20 Mitarbeiter (zu dieser Apotheke ist auch eine Wandhalterung verfügbar, welche die SUVA kostenlos liefert). Dieses Modell wäre ev. für Sie ideal für jedes Stockwerk und für die Reception.
- SUVA-Koffer gross für Betriebe >20 Mitarbeiter (leider gibt es dazu keine Wandhalterung)
Wichtig ist, dass das Erste-Hilfe-Material der Ausbildung der Personen, welche dieses im Notfall einsetzen, angepasst ist. Es macht also zum Beispiel keinen Sinn, ein Blutdruckmessgerät zu haben, falls niemand ausgebildet ist, den Blutdruck korrekt zu messen und den Messwert zu interpretieren.

Besondere Einsätze und Notfälle

Muss eine Zecke fachmännisch entfernt werden, inklusive Bluttest, oder können wir Zeckenzangen abgeben?

Das „fachmännische“ Entfernen einer Zecke ist einfach: Da die Zecke sticht (Rüssel mit Widerhacken; deshalb lässt sich die Zecke nur schwer herausziehen) und sich nicht in die Haut „schraubt“, muss man sie auch nicht „herausschrauben“ (es gibt Theorien mit Links- bzw. Rechts-Herausdrehen). Man zieht die Zecke einfach gerade nach oben. Wichtig ist, dass man die Zecke nicht quetscht, da sonst infektiöses Sekret über den Speichel in den Organismus gelangen kann. Niemals sollten vor dem Entfernen Desinfektionsmittel, Öl, Nagellack, Alkohol oder Klebstoff verwendet werden, um die Zecke zu entfernen. Diese Mittel können die Übertragung von Erregern begünstigen. Um die Zecke zu entfernen, wird sie direkt über der Haut, am besten mit einer feinen Pinzette gefasst und senkrecht zur Hautoberfläche herausgezogen. Dabei sollte man ein Quetschen der Zecke vermeiden. Anschliessend ist die Stichstelle zu desinfizieren.
Eine Zecke wird korrekt mit einer Splitterpinzette oder einer Zeckenzange (deshalb ist diese „ausgebaucht“, damit man den Körper der Zecke nicht zusammendrückt) entfernt. Aus unserer Sicht macht eine Zeckenzange durchaus Sinn. Wir empfehlen jeweils eher eine Splitterpinzette, da diese auch für andere Sachen verwendet werden kann.
Nach dem Entfernen der Zecke soll selbstverständlich desinfiziert werden und die Stelle sollte 4-6 Wochen kontrolliert werden. Sollte sich eine Rötung bilden, muss ein Arzt aufgesucht werden.

AED

Gibt es eine gesetzliche Grundlage rund um Defibrillatoren im Betrieb?

Nein, eine gesetzliche Grundlage gibt es nicht. Aber es gibt Empfehlungen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat auch mit Hilfe der SVBS eine "Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetzt - Artikel 36 Erste Hilfe" erstellt. Sie können diese hier unter "Dokumente" herunterladen. In der Praxis sagt man, dass es ab 100 Mitarbeitenden Sinn macht, sich einen Defibrillator anzuschaffen. Die Defi-Anbieter sprechen von 50 Mitarbeitenden.

Was halten sie von Pocket Defis?

Die SVBS macht keine Produkt-Empfehlungen oder -Tests. Grundsätzlich stellen wir solch kleine AED-Geräte jedoch in Frage. Sie bringen die nötige Energie für die Defibrillation nicht hin. Prädestiniert für einen Herz-Kreislaufstillstand sind vor allem adipöse Menschen. Wenn durch viel Fett- oder Muskelmasse defibrilliert werden muss, sind 200 Joule das Minimum, idealerweise kann ein AED bis 360 Joule defibrillieren. Pocket-Defis bringen häufig maximal nur 150 Joule hin. Bloss "ein bisschen" defibrillieren ist aus unserer Sicht nicht ideal. Hinzu kommt, dass die Ladekapazität 1 Monat im Standby-Modus reicht. Wir zweifeln daran, dass über eine längere Zeit ein Pocket-AED wirklich immer geladen wird. Ausserdem ist die Diebstahlgefahr bei so kleinen AED gross.

Begrifflichkeiten

Wie nennt man Betriebssanitäter in Englisch?

"Workplace medical officer" oder "Company first aider" sind gängige Begriffe. Auch kann "Company medic" oder "Company paramedic" gewählt werden.

Wie lautet eigentlich die richtige Bezeichnung - Betriebssanitäter, Betriebsnothelfer, Ersthelfer, First Responder......?

Grundsätzlich ist man bei der Bezeichnung frei, da diese Tätigkeit kein geschützter Titel ist und sich auch nicht schützen lässt. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI bestätigte uns dies auf unsere Anfrage hin. Der Bund schützt Titel in der Berufsbildung, sofern diese in den rechtlichen Grundlagen der beruflichen Grundbildung (Bildungsverordnung) oder der höheren Berufsbildung (Prüfungsordnung, Mindestverordnung HF und Rahmenlehrpläne) verankert sind. Die SVBS empfiehlt aber klar den Begriff "Betriebssanitäter" und bemüht sich, diesen Begriff flächendeckend zu etablieren.

Wie soll die Bezeichnung auf den Einsatzkleidern für Einsatzkräfte an Veranstaltungen sein? (Die Ersthelfer sind SRC-Instruktoren und First Responder Stufe 3)

Es gibt keine klare Regelung, am ehesten wäre wohl First Responder die richtige Bezeichnung.

Rechtliche Grundlagen, Datenschutz und Schweigepflicht

Braucht es eine Geheimhaltungsvereinbarung?

Immer wieder fragen uns Mitglieder nach einem Formular zur Vereinbarung über die Einhaltung des Berufsgeheimnisses, das die Betriebssanitäter unterzeichnen müssten. Wir haben ein solches Formular unter unseren Downloads (als Word und PDF). Es ist jedoch klar zu erwähnen, dass eine Unterschrift nicht mehr und nicht weniger zur Einhaltung des Berufsgeheimnisses verpflichtet, als es das Gesetz ohnehin schon tut. Die relevanten Artikel dazu finden sich in StGB Art. 135 und StGB Art. 321 und im Bundesgesetz über den Datenschutz.

Gibt es rechtliche Grundlagen zum Führen eines Einsatzprotokolls?

Wir empfehlen, ein Protokoll zu führen. Eine Vorlage finden Sie im passwortgeschützten Bereich unserer Homepage. Eine rechtliche Grundlage für die Betriebssanität dafür gibt es jedoch nicht. Einzig, dass im Art. 36 ArGV erwähnt ist, dass keine Patientendaten systematisch erfasst werden dürfen, was wiederum nicht für das Protokollieren spricht.
Es ist jedoch wichtig, dass Betriebssanitäter A weiss, wie oft Patient X von Betriebssanitäter B bereits einen Blutdruck gemessen bekam und wie der Wert aussah oder dass Patient Y bereits mehrere Male im selben Monat Kopfschmerztabletten bezogen hat. Nur wenn dies protokolliert wird kann eine gute Qualität in der Betriebssanität gewährleistet werden, d.h. dass der Patient rechtzeitig zum Arzt geschickt wird, beispielsweise bei einer Hypertonie oder bei chronischen Kopfschmerzen (allenfalls wären die Kopfschmerzen ja dann sogar medikamenteninduzierter).
Das Protokollieren gehört unserer Meinung nach zu den Pflichten einer qualitativ guten Betriebssanität, auch wenn es dazu keine rechtliche Grundlage für Betriebssanitäter gibt.

Welche medizinischen Daten dürfen Betriebssanitäter aufnehmen und welche nicht?

Das Seco sagt: Alle medizinischen Daten sind besonders schützenswert. Dazu gibt das es eine Informationsseite: https://www.edoeb.admin.ch/datenschutz/00768/00808/00831/index.html?lang=de. Gemäss Auskunft der eidgenössischen Datenschutzexperten ist die in der Wegleitung formulierte Datenschutz-Regelung rechtlich verbindlich. Bsp. das systematische Erheben von Allergien in der Belegschaft ist nicht zulässig! Freiwillige Patientenangaben sind davon ausgenommen.
Der IVR sagt: Wichtig ist der Satz der Verletzung des Persönlichkeitsschutzes. Hier möchte vermieden werden, dass diese Angaben z. B. an die Vorgesetzten im Unternehmen weitergegeben werden, welche sich negativ auf das Arbeitsverhältnis auswirken könnte. Darum ist bei der Ausbildung wichtig zu erwähnen, dass diese Erhebungen innerhalb der Rettungskette weitergegeben werden und nicht für das Personaldossier in einem Unternehmen gebraucht werden.

Wie ist mit NO CPR Stempeln umzugehen?

Zu dieser Frage gibt es ein Statement des IVR: http://www.ivr-ias.ch/news_de.php?read_article=183

Gibt es eine gesetzliche Grundlage rund um Defibrillatoren im Betrieb?

Nein, eine gesetzliche Grundlage gibt es nicht. Aber es gibt Empfehlungen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat auch mit Hilfe der SVBS eine "Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetzt - Artikel 36 Erste Hilfe" erstellt. Sie können diese hier unter "Dokumente" herunterladen. In der Praxis sagt man, dass es ab 100 Mitarbeitenden Sinn macht, sich einen Defibrillator anzuschaffen. Die Defi-Anbieter sprechen von 50 Mitarbeitenden.

Gibt es ein Gesetz, dass man Augenduschen haben muss?

Eine explizite gesetzliche Grundlage hierzu gibt es nicht. Man kann aber die beiden Verordnungen beiziehen:
1. Verordnung über die Unfallverhütung VUV (Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten). Die VUV regelt gesetzlich unter anderem die Pflichten des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeit­nehmer:
- Der Arbeitgeber muss zu jeder Zeit für die Sicherheit des Arbeitnehmers besorgt sein (z.B. Persön­liche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, Mängel bezüglich Arbeitssicherheit sofort beheben)
- Der Arbeitgeber muss regelmässige Kontrollen bezüglich Arbeitssicherheit durch die zuständigen Organe durchführen lassen und muss festgestellte Mängel termingerecht beheben
- Der Arbeitgeber muss arbeitsmedizinische Vorsorgen zur Verhütung von Berufskrankheiten (z.B. Eintritts-, Vorsorgeuntersuchungen) durchführen
Die VUV regelt gesetzlich aber auch die Pflichten des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber:
- Der Arbeitnehmer muss die Weisungen des Arbeitgebers in Bezug auf Arbeitssicherheit befolgen
- Der Arbeitnehmer muss Mängel in Bezug auf Arbeitssicherheit sofort beseitigen bzw. diese dem Arbeitgeber melden
2. Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz (Gesundheitsvorsorge ArGV 3) Art. 36 Erste Hilfe
- Für die Erste Hilfe müssen entsprechend den Betriebsgefahren, der Grösse und der örtlichen Lage des Betriebs stets die erforderlichen Mittel verfügbar sein. Die Erste-Hilfe-Ausstattung muss gut erreichbar sein und überall dort aufbewahrt werden, wo die Arbeitsbedingungen dies erfordern
- Nötigenfalls müssen zweckmässig gelegene und eingerichtete Sanitätsräume und im Sanitätsdienst ausgebildetes Personal zur Verfügung stehen. Die Sanitätsräume müssen mit Tragbahren leicht zugänglich sein.
- Die Sanitätsräume und die Aufbewahrungsstellen für die Erste-Hilfe-Ausstattung sind gut sichtbar zu kennzeichnen
Die Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz dient als Handbuch und Nachschlagewerk für die Praxis. Zum Beispiel:
- Empfehlung für die Erste Hilfe Ausstattung (Erste Hilfe Kästen, AED-Geräte, Sanitätszimmer) unter Berücksichtigung der Betriebsgefahren, Anzahl Mitarbeiter und Gebäude sowie Erreichbarkeit Betriebes
- Empfehlung für die Ermittlung der Anzahl Erste Hilfe-Personen nach Anzahl Mitarbeitender je Standort (Gebäude, Areal) sowie Umfang der Erste Hilfe-Ausbildung

Wie soll man Medikamente im Betrieb handhaben?

Gemäss HMG ist die Abgabe von Medikamenten durch Nicht-Ärzte verboten. Alternativ kann mit einem Arzt eine Vereinbarung getroffen werden, eventuell auch gekoppelt mit einer Schulung. Ein Beispiel für die Medikamentenliste finden Sie im Download-Bereich für Mitglieder (geschützter Bereich).

Darf ein Betriebssanitäter, welcher in der Schweiz die Ausbildung gemacht hat, im Ausland an Veranstaltungen tätig sein?

Rechtlich gesehen nur in beratender Funktion (gem. Aussage VRS).

Wegleitung zum Artikel 36 des Arbeitsgesetzes (Erste Hilfe)

Die Wegleitung zum Artikel 36 des Arbeitsgesetzes (Erste Hilfe) bereitet uns Kopfzerbrechen. Wir wissen nicht, wie wir gewisse Punkte umsetzen sollen und die Wegleitung hilft uns nicht weiter.

Die SVBS engagiert sich derzeit stark für mehr Klarheit und greifbare Hilfestellungen in der nächsten Version dieser Wegleitung. Wir sind dazu mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in aktivem Austausch und versuchen, die Bedürfnisse der Betriebssanitäterinnen und Betriebssanitäter einzubringen. Über die Resultate dieses Austausches werden wir Sie informieren!

Welchen Stellenwert und welche rechtliche Bedeutung habendie Wegleitungen zum ArG Art. 36 (Erste Hilfe) des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) ?

Das Seco sagt auf Anfrage: Die Wegleitung hat Weisungscharakter und wird durch die Gerichte als rechtliche Grundlage beigezogen.

In den Wegleitungen wird von einer "telefonischen Auskunftsstelle" gesprochen. Was versteht man darunter?

Wir haben beim Seco nachgefragt. Es sagt: 144 ist keine Auskunftstelle. Idealerweise ist diese Auskunftstelle ein Arzt, der den Betrieb und dessen Gefahren kennt und im Notfall über Telefon Auskunft geben kann, was gemacht werden soll.
Der IVR sagt: Laut Artikel muss eine Verbindung sicher gestellt werden. Es macht Sinn, die Notrufnummer 144 nicht zu missbrauchen, um ev. Sparmassnahmen gerecht werden zu können. Es können auch med. Auskünfte bei einem Betriebsarzt eingeholt oder eine Delegation an ein Callcenter weitergegeben werden. Es geht hier primär um den Schutz des Betriebssanitäters, damit er einerseits Argumente für den Aufbau einer Betriebssanität zur Verfügung gestellt erhält und anderseits bei Unklarheiten jederzeit auf Support zurück greifen kann.

Ausbildungen, Schulen und Kursanbieter

Welche Kursanbieter empfehlen Sie?

Wählen Sie für Reanimationskurse einen Kursanbieter mit dem gültigen SRC-Gütesiegel 2015 des Schweizerischen Rates für Reanimation. Eine Liste finden Sie hier. Für Betriebssanitäter Aus- und Weiterbildungen wählen Sie einen Kursanbieter mit dem First Aid Gütesiegel des Interverbandes für Rettungswesen IVR. Schulungsanbieter, die SVBS-Mitglieder sind, listen wir hier auf - allerdings werden diese Schulen von uns nicht überprüft und/oder explizit empfohlen.

Wir haben Probleme mit Kursanbietern. Was tun?

Wir sind froh um den Hinweis und gehen dem gerne nach. Melden Sie sich bei uns!

Wir sind ein Internationaler Betrieb, welcher auch im Ausland in verschiedenen Ländern tätig ist. Sind die SRC- und IVR-anerkannten Ausbildungen international anerkannt?

Der IVR sagt, dass eine Äquivalenzbescheinigung nötig ist. In der Regel sind die Ausbildungen in der Schweiz höher gestellt als die Ausbildungen im Ausland (z.B. dauert der Nothelferkurs in Deutschland und Österreich nur 8 Stunden, in der Schweiz dauert er 10 Stunden). Eine NQR-Berufsbildungseinstufung durch den IVR ist geplant für Betriebssanitäter-Ausbildungen.

Darf ein Betriebssanitäter, welcher in der Schweiz die Ausbildung gemacht hat, im Ausland an Veranstaltungen tätig sein?

Rechtlich gesehen nur in beratender Funktion (gem. Aussage VRS).

gesetzlichen Grundlagen & Empfehlungen

Ersthelfer-Ausbildungen

weitere nützliche Dokumente

SVBS

Kontakt

Geschäftsadresse
Stefan Kühnis
Herracherweg 80
8610 Uster
Telefon: +41 76 576 19 20
E-Mail: info@svbs-asse.ch

SVBS-Konto
Postkonto 80-2-2
IBAN CH47 0023 5235 2097 6240 L

Beitrittserklärung

Veranstaltungen

  • 1. Dezember 2018
    Führung Schutz & Rettung Flughafen Zürich mit Einblick in die Flughafen-Feuerwehr und den Rettungsdienst

  • 5. April 2019:
    Mitgliederversammlung 2019
    und Verleihung des SVBS Award 2018
    bei CKW (Centralschweizerische Kraftwerke) in Rathausen LU

  • 23. November 2019
    Zentraltagung 2019 in Olten

Zugang Mitglieder

Adressmutation hier

Zugang Schulen

Flyer-Bestellung hier

Zugang Vorstand

Geschützter Bereich hier

Folgt uns auf Facebook

Impressum